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5th WORLD CHOIR GAMES GRAZ/ÖSTERREICH

Verfasst von: Pressestelle Förderverein INTERKULTUR e.V. Samstag, 19.07.2008, 13:26 Uhr
5th WORLD CHOIR GAMES GRAZ/ÖSTERREICH
9. – 19. JULI 2008



„Neue Maßstäbe gesetzt“
Rekordbilanz bei den 5. World Choir Games in Graz – „Echtes Fest der
Völkerverständigung“ – Zusätzliche Wertschöpfung von acht Millionen Euro geschätzt
Die 5. World Choir Games (WCG) 2008 in Graz/Österreich haben die universale Idee des
größten Chorfestivals der Welt auf faszinierende Weise unter Beweis gestellt und das Profil
der Stadt und des Bundeslandes Steiermark nachhaltig gestärkt. Diese Bilanz zogen die
Veranstalter der WCG, INTERKULTUR, das Bundesland Steiermark und die Stadt Graz, am
18.7. in Graz.
Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer sagte, er habe die World Choir
Games sehr gern unterstützt, „da sie eine ausgezeichnete Symbiose zwischen Tourismus,
Volkskultur und Kultur darstellen“. Die Steirerinnen und Steirer hätten sich als hervorragende
Gastgeber präsentieren können. Den Weltchorspielen sei es gelungen, „die tausenden
Teilnehmer für unser Land zu begeistern“. Durch die internationale Berichterstattung seien
neue Gäste auf Graz und die Steiermark aufmerksam gemacht worden. Schützenhöfer
zufolge hat das Event über seinen Beitrag zur Völkerverständigung hinaus durch rund
100.000 Nächtigungen innerhalb von nur zehn Tagen „zu einer großartigen touristischen
Belebung“ beigetragen. Insgesamt hätten mindestens 250.000 Besucherinnen und Besucher
bei den Veranstaltungen begrüßt werden können. Nach einer vorsichtigen Schätzung von
Graz-Tourismus sei eine zusätzliche Wertschöpfung in Höhe von acht Millionen Euro erzielt
worden.
Der Grazer Stadtrat Dipl.Ing. Gerhard Rüsch nannte die World Choir Games „ein echtes Fest
der Völkerverständigung“. Die Menschen müssten „nur eine gemeinsame Sprache finden,
um Freundschaften zu knüpfen – diesmal war die gemeinsame Sprache die Musik“. Rüsch
unterstrich, er habe noch nie so viele Menschen innerhalb von neun Tagen am Grazer
Hauptplatz gesehen. „Graz sagt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Dank“, fügte er
hinzu.
Günter Titsch, Präsident der WCG und von INTERKULTUR, unterstrich, Graz habe in der
Geschichte des weltgrößten Chorfestivals „neue Maßstäbe“ gesetzt: „Es hat sich auf
eindrucksvolle Art bestätigt, dass wir auf dem richtigen Wege sind. Wir bewegen die Welt.“
Nach Angaben von Titsch haben die Reichweite dieses „Top-Ereignisses“ der internationalen
Chorszene und das künstlerische Niveau in den Wettbewerben sowie den Preisträger- und
Galakonzerten die „ohnehin schon sehr hohen Erwartungen an Graz noch übertroffen“. Mit
441 Chören sowie Juroren und Delegationen aus 93 Nationen und insgesamt 20.000
Mitwirkenden überstieg das Weltchorfestival alle bisherigen Rekordmarken. Es umfasste
über 600 Wettbewerbsauftritte und rund 600 Gala- und Begegnungskonzerte in Graz und
Umgebung.



Titsch zeigte sich von dem großen Engagement und dem unbefangenen Miteinander der
Chöre besonders beeindruckt: „Ensembles aus Australien, China, Indonesien, Mexiko oder
Südafrika nehmen lange Reisen auf sich, um ihr phantastisches Können in wunderbaren
Konzerten zu präsentieren. Chorenthusiasten unterschiedlicher Nationen, Ethnien, Kulturen
und Religionen – insbesondere die Jugend vieler Länder – finden über das
Gemeinschaftserlebnis der Chormusik zusammen, lernen sich kennen und schätzen. So
entstehen Respekt, Toleranz und Sympathie, werden Vorurteile und Stereotypen
überwunden.“
Qualitativ brachten die 5. WCG eine weitere Steigerung des auch schon bislang hohen
Niveaus. „Wir haben durchweg hervorragende Leistungen und – zum Beispiel bei den
Kinder- und Jugendchören – Spitzenergebnisse erlebt“, sagte Ralf Eisenbeiß, einer der
künstlerischen Direktoren des Festivals, unter dem Eindruck des ersten Teils der World
Choir Games. Dies lasse sich auch an der Rekordzahl der verliehenen Goldmedaillen im
Vergleich zu den früheren Weltchorfestivals ablesen. Besonders profiliert haben sich nach
seinen Angaben die Teilnehmerländer aus Asien und den USA sowie aus Südafrika.
Titsch bedankte sich bei den Partnern der WCG, dem Bundesland Steiermark und der Stadt
Graz, für die „professionelle Zusammenarbeit“ bei der Vorbereitung und Ausrichtung des
größten Chorwettbewerbs in der Welt. Außerordentlich erfreulich und hilfreich sei auch die
Unterstützung durch das österreichische Außenministerium und die Botschaften des Landes
in den Ländern gewesen, die Chöre nach Graz entsandt haben. Titsch stellte heraus, er
habe die Aufgeschlossenheit und Anteilnahme der Bevölkerung in Graz und Umgebung für
die Sängerinnen und Sänger aus aller Welt als „großartig und außerordentlich
freundschaftlich“ empfunden. Erfreut zeigte sich der Präsident der World Choir Games
überdies von der Resonanz auf die Sonderveranstaltungen im Rahmen des Festivals – etwa
die „Choral Fireworks“ oder den Kulturabend im Zeichen Koreas. Die Provinz Gyeongnam im
Süden Koreas ist 2009 Ausrichter der 1. World Choir Championships. Am 18.7. präsentiert
Shaoxing in der Stadthalle Graz „Die Nacht der Drachen“. Graz reicht in der
Abschlussveranstaltung am 19.7. die Stafette an die Stadt in Südchina weiter – den
Schauplatz der 6. WCG 2010.
Die mediale Aufmerksamkeit ist für die internationale Wahrnehmung des weltgrößten
Chorwettbewerbs und seine Ausrichter von großer Bedeutung. „We are the world“, die am
12.7. aufgezeichnete TV-Extragala, wird am Samstag, 26.7., 20.15 Uhr in ORF 2
ausgestrahlt. Die im engen Zusammenwirken mit INTERKULTUR entwickelte Show „Die
große Sommernacht der Chöre“ präsentiert die ganze Bandbreite an Genres und Stilen der
internationalen Chorszene in einem bislang beispiellosen Format. Es wird anschließend auch
in weiteren Ländern, darunter China, zu sehen sein. Titsch: „Emotionen und Lebensfreude
pur!“
In einer speziell an den Internationalen Musikrat der UNESCO gerichteten Resolution des
Council der World Choir Games werden die Träger der Bildungseinrichtungen in aller Welt
aufgefordert, Kindern und Jugendlichen in der Grundschule einen Zugang zur Musik und
zum Singen zu eröffnen. Durch elektronische Medien und die neuen digitalen Techniken
werde der Musikgeschmack von Kindern und Jugendlichen einseitig geprägt. „Es ist eine
pädagogisch und kulturell wichtige Aufgabe, die Erlebniswelt der Kinder und Jugendlichen
von dieser Einseitigkeit zu lösen“, heißt es in der Resolution, die von Repräsentanten einer
Vielzahl von Ländern aller Kontinente verabschiedet wurde.

www.worldchoirgames.com
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