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EVITA - unterhaltendes Musiktheater mit Niveau

Verfasst von: Martin Brand Samstag, 03.01.2009, 07:36 Uhr
Andrew Lloyd Webber (Musik) und Tim Rice (Text) gelang es, die Einzigartigkeit und den Facettenreichtum dieser noch heute charismatischen und faszinierenden Frau lebendig zu halten. "Don`t cry for me Argentina" wurde zum Welthit und verzauberte weltweit die Massen, sowie das Musicalpublikum, als auch die Popwelt, nachdem die Weltstars Madonna und Antonio Banderas durch ihre Hauptrollen im gleichnamigen Musicalfilm das gesamte Werk noch bekannter machten und auch 1996 mit dem Oscar für die beste Filmmusik ausgezeichnet wurden.

Das Politmusical Evita schildert den Aufstieg der ehrgeizigen und mittellosen Provinzschönheit Eva Duarte, die zur First Lady Argentiniens an der Seite des Diktators Juan Peron bis zu ihrem frühen Krebstod mit 33 Jahren avancierte.
Die erste Szene beginnt mit der Beerdigung der Evita Peron. In einer Rückblende kommentiert Che Guevara in der Rolle des Gegenspielers Evitas den kometenhaften Aufstieg zur First Lady Argentiniens aus seiner Sicht. Der junge Revolutionär Che Guevara übernimmt in dem Musical die Rolle des Erzählers.
»Don't cry for me, Argentina«
Der populärste Song und Welthit in dem EVITA-Musical und das bewegte Leben von Eva Peron stand für ein Abend auf dem Programm der Historischen Stadthalle Wuppertal.

(Wuppertal, 6.11.2008) In der nicht ausverkauften, Historischen Stadthalle in Wuppertal fand mit dem Musical EVITA eine der größten Aufführungen des populärsten Musicalkomponisten Sir Andrew Lloyd Webber statt.

Die Erstaufführung des Musicals war 1978 in London. Seither ist es auf unzähligen Bühnen wieder gespielt worden. Eva Peron (1919 - 1952) war die First Lady Argentiniens. Peron kam in jungen Jahren nach Buenos Aires, wo sie als Model und Radiomoderatorin arbeitete. Später folgte die Ausbildung zur Filmschauspielerin. 1945 heiratete sie Juan Peron, den sie im darauf folgenden Präsidentschaftswahlkampf massiv unterstützte. Als erste Frau in unmittelbarer Nähe zur politischen Spitze beeinflusste sie maßgeblich das Selbstverständnis der Frauen der lateinamerikanischen Gesellschaft. 1952 starb "Evita" an Krebs.

Der Erfolg von Musical Evita, das bei seiner Uraufführung "sieben Tony-Awards" (dem Oscar des Broadways) gewann, ist ungebrochen. Nicht zuletzt durch den Ohrwurm des Songs "Don`t cry for me Argentina". Davon konnten sich auch die Wuppertaler Musicalbesucher überzeugen, die nach jeder Szene spontan Beifall klatschten.
Das Volk in dem Evitamusical bietet dem Chor und dem Tanzensemble ausreichend Gelegenheit, sich in Szene zu setzen. Straßen- und Cafeszenen sowie Demonstrationen gehören dazu, ebenso wie der Aufmarsch der Massen an Eva Perons Sarg. Die Tänzer lassen dazwischen einzeln oder in Gruppen den "Tango Argentino" aufleben, der dem Stück das typisch südamerikanische Flair verleiht. Die Generäle geraten in diesem Stück zu lächerlichen dann gefährlichen Zinnsoldaten, die denn auch im wahrsten Sinne des Wortes nicht viel zu sagen haben. Alle Darsteller tragen einen wesentlichen Teil zum Gelingen der Inszenierung bei. Den meisten Beifall erhielt Georg M. Leskovich als Che und Caroline Frank als Evita. Sonderapplaus erhielten der Chor und das Tanzensemple für ihre vielseitigen Darstellungen des Volkes, sowie das Orchester unter der Leitung von Karel Albrecht.

Musicalfans und Liebhaber anspruchsvoller Unterhaltung sollen sich dieses Erlebnis in keinem Falle entgehen lassen, auch wenn nicht alle phantastischen Geschichten über Eva Peron der Wahrheit entsprechen.

Dennoch geht erneut der Wunsch von Evita Peron in Erfüllung, den sie auf ihrem Sterbebett hauchte: "Die Menschen sollen mich nicht vergessen".

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Infos:
www.arena-show-entertainment.de
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