Presse-Ressort von Sammy

Weltrekord mit der Steirischen

Verfasst von: Bernhard Pehl Dienstag, 23.12.2008, 15:52 Uhr
Fünf Musikgruppen machen mit: Neben dem Steirerland Echo die Bavaria Buam aus Eichstätt, die Diatonischen Druckknöpfe, die Gruppe Stubenrein, die Pappenheimer Sunna-Sänger und Opa Heinrich Stiefel aus Ingolstadt. Und dann sind da noch Dutzende von Harmonikaspielern, allesamt aktive oder ehemalige Schüler einer Musikschule aus Gaimersheim. Ihr Ziel: Ein Weltrekord mit der Steirischen.
Nachdem sich jede Gruppe musikalisch kurz vorgestellt hat, wird es gegen 20 Uhr richtig spannend: Der Weltrekordversuch steht an. "Eigentlich wollten wir auch ins Guniness-Buch der Rekorde", erzählt Krammer später. "Aber das hätte ein paar Tausend Euro gekostet." Das war’s den Musikern dann doch nicht wert, denn es sollte ja möglichst viel für St. Vinzenz übrig bleiben.
Der Eitensheimer Musiklehrer Karl Kiermeier, der die 100 Harmonikaspieler in den Festsaal geholt hat, gibt den Zuhörern noch letzte Hinweise: "Wir haben die Steirische genommen, weil die nicht nach Noten gespielt wird, sondern nach einer einfacheren Griffschrift", erklärt er. Anfänger könnten schon nach wenigen Monaten erste Erfolge erzielen. Auf jedem Sitzplatz liegt ein Faltblatt mit dem Text mehrerer Volkslieder, denn die Zuhörer sollen beim Weltrekordversuch natürlich mitmachen. Und dann ist es so weit: Über 100 steirische Harmonikas intonieren das alte Volkslied "Mir san vom Woid dahoam", und fast alle Gäste singen mit. Die einen lauter, die anderen leiser, die einen richtig, die anderen falsch. Doch im Zusammenklang mit den mehr als 100 steirischen Harmonikas gehen sämtliche Misstöne unter. Nach vier Strophen ist es geschafft: Musiker und Zuhörer im Festsaal haben einen Weltrekord aufgestellt.
Das Konzert ist damit aber noch längst nicht beendet. Die fünf Volksmusikgruppen spielen und singen abwechselnd für die Gäste, die nur zu gerne mitklatschen. Nur Opa Heinrich Stiefel muss seinen Part einem anderen Sänger überlassen – die Stimme ist weg. Stücke wie der Alpbachmarsch, der Juraboarische oder "Aus Böhmen kommt die Musik" treffen genau den Geschmack der Leute. In der zweiten Hälfte des Konzerts wird der Weltrekordversuch mit dem Stück "Der alte Schäfer" wiederholt.
Der Erlös des Abends geht an das Caritas-Zentrum St. Vinzenz, das damit Veeh-Harfen kaufen will: Einfache Harfen, die auch Menschen mit Behinderungen spielen können.
Von Bernhard Pehl

Am 17.12.2009 findet die dritte Auflage des Benefizkonzert der Volksmusik statt, ergänzt der Veranstalter Dieter Sellinger. Mit dabei wieder Gruppen aus der Region und sogar aus der Steiermark, wie zum Beispiel das Södingtal Trio, Geschwister Winterer, Andy & Michael, Alexandra Schmied, Orig. Steirerland Echo, uvm…
Von Dieter Sellinger

Bilder: Dieter Sellinger
Weltrekord mit der Steirischen


Ingolstadt (DK) Über 100 Musiker haben am Freitag bei einem Benefizkonzert im Festsaal für das Caritas-Zentrum St. Vinzenz gleichzeitig steirische Harmonika gespielt. Nach Angaben der Organisatoren bedeutet dies Weltrekord.


Auch nach über zwei Jahrzehnten im Freistaat ist der österreichische Dialekt nicht zu überhören: Keiner spricht das "K" so tief aus der Kehle heraus wie Otto Krammer. "Es gfreit mi, dass Ihr alle kommen seit’s", begrüßt der Organisator vom Steirerland Echo die Zuschauer im Festsaal. Der Wahl-Ingolstädter aus der Steiermark, der vor gut 20 Jahren zusammen mit einigen anderen Musikern die Volksmusikgruppe gegründet hat, führt die Zuhörer durch das Programm.
Der Festsaal im Theater Ingolstadt ist weitgehend ausverkauft, als am Freitagabend gegen 19.30 Uhr das zweite Benefizkonzert der Volksmusik begann.
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