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Presse-Ressort von Sammy
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Angelo Branduardi – „Concerto 2009“ am 15. Mai 2009, 20.00 Uhr im Kieler Schloss!
Von Matthias G. Hagenhoff
Mit einem großen Knall und Riesenhits startete Angelo Branduardi einst in den 80er Jahren europaweit durch. Angelo Branduardi - geboren 1950 im lombardischen Dorf Cuggiono in der Nähe von Mailand - hatte gerade sein Geigen Diplom des „Conservatorio Niccolò Paganini“ in der Tasche, in Mailand Gitarre gelernt und ein Philosophie Studium absolviert. Es war die Zeit der „Liedermacher-Ära“, die Zeit der Friedens- und Umweltbewegung, der singenden Dichter wie Konstantin Wecker, Klaus Hoffmann, Hermann van Veen, Georges Moustaki, Wolf Biermann und Angelo Branduardi. In jener Zeit entstanden seine großen Erfolge, für die er zahlreiche internationale Preise erhielt, so den Italienischen und den Deutschen Schallplattenpreis und 1980 die „Goldene Europa“.
Auch Menschen, die nicht des Italienischen mächtig waren, konnten seine wunderbaren, poetischen und mitreißenden Lieder zumindest mitsummen. „Alla fiera dell'est“ („Auf dem Jahrmarkt“) und „La pulce d'acqua“, der berühmte „kleine Wasserfloh“ aus dem Jahr 1979, seien hier stellvertretend genannt. Sein Album „Cogli la prima mela“, (auf Deutsch: „Pflück den ersten Apfel“), wurde sein erfolgreichstes Album in Deutschland und mit Platin veredelt. Er schaute früh über die Grenzen Italiens hinaus, definierte sich als „Italiener, Kelte und Jude“, und sang auf Französisch, Italienisch, Deutsch, Englisch und Esperanto von der Kraft der Phantasie und der Liebe. Stimmlich war Branduardi, wie sein musikalisches Vorbild Cat Stevens, vor allem als Balladen-Interpret erfolgreich. Viele Instrumente wie Geige, Harfe, Piano, diverse Flöten und Gitarren, Laute, Hackbrett spielt der Multiinstrumentalist selbst. Sein Repertoire umfasst Pop-Produktionen wie seine Anfangsalben „La Pulce D’acqua“ und „Alla Fiera Dell’Est“ sowie „Domenica E Lunedi“ („Sonntag und Montag“) und „Il Dito E La Luna“ („Der Finger und der Mond“) aus den 90er Jahren, aber auch Volkslieder mit antiken Instrumenten auf „Futuro Antico“ („Zukünftige Antike“) und Soundtracks, darunter den für Michael Endes „Momo“. Branduardi, friedensbewegter, charmanter, wuscheliger Lockenkopf und musikalisches Genie in einem, kann sich auf eine treue Gefolgschaft verlassen. Seinen Erfolg erklärt er als echter Italiener pragmatisch mit einem Beispiel aus der Küche: „Meine Musik ist wie Knoblauch. Ein eigentümlicher Geschmack, den man sofort erkennt und ihn entweder mag oder nicht, dazwischen gibt es nichts. Aber Gott sei Dank mögen die meisten Leute ja Knoblauch“. In Deutschland hat man in den letzten Jahren wenig von ihm gehört, dafür hatte er mit seinem Album „L'infinatamente piccolo“ (auf Deutsch: „Das grenzenlose Kleine“), in dem er die Gedichte Franz von Assisis (1181-1226) vertonte, im letzten Jahr den größten Erfolg seiner gesamten Karriere in Italien zu verzeichnen. Eine ausgedehnte und restlos ausverkaufte Tournee folgte. Ein kleiner Abstecher nach Dachau im Sommer 2008 lieferte einen weiteren Beweis für seine enorme Beliebtheit: Die 1500 Konzertkarten waren im Nu verkauft. Fans reisten aus allen Teilen Deutschlands an, um „ihren Angelo“ endlich einmal wieder live zu erleben. Grund genug, ihn nach langer Pause mit diesem Programm auch nach Deutschland zu holen, zumal er seine Fangemeinde auch mit dem Bonus-Track „Der Sonnengesang“ auf dem Album „L'infinitamente piccolo“ beschenkt. Branduardi, der moderne Minnesänger, erhielt für das Projekt prominente Unterstützung, unter anderem von dem Filmmusik-Komponisten Ennio Morricone, der eine Melodie beisteuerte. Die immer noch aktuellen Botschaften des Gründers des Franziskanerordens wurden von Angelo Branduardi in keltische Folklore, den mitreißenden Rhythmus der Tarantella und italienischen Belcanto gekleidet. Branduardi selbst sagte über dieses Album: „Was mich bei Franz von Assisi so sehr in den Bann zieht, sind sein freudiges Wesen und seine sprühende Lebendigkeit, die ihn so sehr von den trüb blickenden und vergeistigten Gestalten des traditionellen Mönchtums unterscheiden. Er war aber auch ein großartiger Dichter. Er liebte den Gesang und pflegte diese Leidenschaft, auch wenn er allein war. Ich habe versucht, seinen Worten eine Stimme zu verleihen.“ Branduardi´s Musik ist große Unterhaltung mit Tiefgang und begeistert doch durch eine unglaubliche Fröhlichkeit, mediterrane Beschwingtheit und durch seine helle, warme und verträumte Stimme. „Die Laude (Loblied) des heiligen Franziskus“ ist großartige Kunst, wie überhaupt das ganze musikalische Schaffen des legendären Sängers, Violinisten und Komponisten. In seinem neuen Bühnenspektakel vereinen sich mittelalterliche Klänge mit Schauspiel, Tanz und Poesie aus der Zeit Franz von Assisis. Das Publikum bekommt etwas Authentisches zu hören, und das Ganze wird auf Deutsch und Italienisch vorgetragen. Zugleich ist es Branduardi´s künstlerische Antwort auf die Krisen unserer Zeit.
Wer einem fahrenden Musikanten und mittelalterlichen Barden wie Angelo Branduardi zu einem Konzert nach Kiel oder Hamburg folgt, hat immer gewisse Vorteile: er trifft alte Freunde wieder und findet neue Freunde. Er erlebt die Leichtigkeit aus Teenager Zeiten, die normaler Weise in uns versteckt ist, denn sie kommt bei seinen Konzerten immer wieder zum Vorschein! Seine Musik schenkt im guten Sinne Hoffnung, inneren Frieden und Freude! Man bekommt sofort Lust italienisch zu kochen, ein Glas Wein zu trinken und in Gedanken einen Spaziergang durch die Toskana zu machen.
Tipp: Angelo Branduardi – „Concerto 2009“, 15. Mai 2009,
20.00 Uhr im Kieler Schloss, Konzertsaal, Wall 74, 24103 Kiel
Karten an der Konzertkasse Streiber e.K., Holstenstr. 88-90, 24103 Kiel, Telefon: 0431-91416
Mail: info@streiber-kiel.de
oder am 13. Mai 2009, 20.00 Uhr, in der Laeiszhalle Hamburg, Johannes-Brahms-Platz
Karten an der „CCH – Kasse“ Dammtorbahnhof ,20354 Hamburg, Telefon: 040 41309994
Matthias G. Hagenhoff |
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